Wasserentnahme aus Bachläufen

Rathaus

In den Sommermonaten steigt der Bedarf, Gärten, Felder und Rasenflächen zu bewässern. Es gilt jedoch zu berücksichtigen, dass nicht nur Blumen und Gemüsepflanzen vom Austrocknen bedroht sind, sondern auch die in den Gewässern lebenden Tiere und Pflanzen, die ohne Wasser nicht überleben können. Insbesondere bei der Wasserentnahme aus kleinen Bächen und Gräben ist schnell die Grenze überschritten, bei der für die Lebewesen im oder am Gewässer nichts mehr übrig bleibt und dadurch große Schäden angerichtet werden.

Die Gemeinde Sailauf weist auf folgendes hin:

Nach Art. 18 Abs. 1 Bayerisches Wassergesetz (BayWG) in Verbindung mit dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) ist das Entnehmen von Wasser aus Bächen, Seen und natürlichen Teichen mit Motor- und Handpumpen ohne Erlaubnis verboten.

 

Wegen der nur geringen Einwirkung auf den Wasserhaushalt ist das „Schöpfen mit Handgefäßen“ wie Eimer und Gießkanne als „Gemeingebrauch“ gestattet.

 

Aber auch dann darf Wasser für den eigenen (auch landwirtschaftlichen) Bedarf nur entnommen werden, wenn dadurch keine nachteiligen Veränderungen der Eigenschaften des Wassers, keine wesentliche Verminderung der Wasserführung, keine andere Beeinträchtigung des Wasserhaushaltes und keine Beeinträchtigung (d. h. tatsächliche und spürbare Behinderung) anderer (z. B. Inhaber von Rechten und Befugnissen, Gemeingebrauchs- und andere Anliegergebrauchsausübende) zu erwarten ist.

 

Auch das Aufstauen von Bächen zum Abschöpfen des Wassers und das Ableiten durch Rohre sind nicht zulässig. Wir empfehlen daher Wasser in Zisternen oder Regentonnen zu sammeln.

 

Es wird um größte Zurückhaltung bei der Wasserentnahme in der sommerlichen Trockenperiode gebeten. Insbesondere ist die Wasserentnahme bei Niedrigwasser in jedem Fall einzustellen.

 

Ihre Gemeindeverwaltung

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